Vitrinenprominenz: Fast das Original

Leinwandgrößen in meinem Barbie-Model-Wunderland

Cate Blanchett Barbie

Cate Blanchett als Barbie

Der Barbie-Puppen-Hersteller Mattel® lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen. Dazu gehört natürlich auch, die Gunst der Stunde zu nutzen. Was dabei herauskommt, ist meist unwiderstehlich für Sammler und schreit geradezu nach der eigenen Vitrine.

"Cinderella" war der Märchenfilm, der 2015 die Kinobesucher begeisterte. Nicht zuletzt wegen einer der Hauptdarstellerinnen: Cate Blanchett gab eine hinreißend böse und manierierte Lady Tremaine, ihres Zeichens die Stiefmutter Aschenputtels, wie das Mädchen hierzulande heißt. Mattels Porträt-Puppe ließ nicht lange auf sich warten, und so erschien Lady Tremaine in den Barbie-Regalen und natürlich auch im Internet. Die Barbie-Puppe war sehr günstig und kam mit einem starren Körper.

Die wirklich sehr ähnlich aussehende Schöne trug ein wunderschönes grünes Abendkleid, ganz nach dem Vorbild des Originals. Aufmodellierte lange Abendhandschuhe vervollkommneten die extravagante Erscheinung.

Cate Blanchett Porträt-Puppe

Cate Blanchett Porträt-Puppe

Da ich nicht nur Barbie-Fan, sondern auch ein Bewunderer von Cate Blanchett bin, musste ich diese Puppe haben. Ich war begeistert und bin es noch.

Barbie Cate Blanchett

Porträt-Puppe Cate Blanchett

Seitdem ist Blanche (nettes Wortspiel) eine Einwohnerin meines ganz persönlichen Model-Wunderlandes. Allerdings wurde ihr Körper aus praktischen Gründen ausgetauscht. Schließlich machen sich goldene Abendhandschuhe nicht gut am Strand oder der Shopping Lane. Sie hat jetzt durchaus die gleiche Figur, ist aber flexibler.

Solche "Filmproduktionen" gibt es mehrere, aber man kann auch richtige Leinwandlegenden haben.

James Dean, der Nachkriegsrebell und die Ikone der damaligen Jugend, ist gleich zweimal in meiner Barbie-Sammlung vertreten. Das etwas ältere Modell wird ihm nicht ganz gerecht, er wirkt ein wenig wie sein eigener älterer Bruder.

Portrait Dolls James Dean

Portrait Dolls James Dean: Connor und Tristan

Diese sehr schöne Puppe ist ein Geschenk einer sehr geschätzten Freundin und eine große Überraschung. Schick angezogen und ganz im Zeichen seiner wilden Zeit daherkommend, war er sofort der Star der Population.

Roter Blouson, weißes T-Shirt und Jeans – das war die Uniform der jungen Rebellen und genau das trägt die Puppe. Sein Gesichtsausdruck ist lässig, ironisch und machohaft. Allerdings auf eine angenehm entspannte Art.

Barbie James Dean

Porträt-Puppe James Dean

Irgendwie fand ich, dass der Name Connor sehr gut zu ihm passte. Die Umtaufung war eine gute Idee, denn da gab es noch eine andere Portrait Doll, die fast genau so angezogen war und ebenfalls James Dean zum Vorbild hat. Und schließlich können ja nicht zwei Leute den gleichen Namen tragen, oder?

Tristan, wie er nun heißt, lässt vom Aussehen keinen Zweifel an seinem Vorbild zu. Die Ähnlichkeit ist verblüffend. Auch er hat die obligatorische Windjacke und die Jeans, dazu Shirt und Stiefel. Allerdings wirkt er jünger als die andere Puppe. Und die ironische Lässigkeit fehlt ihm völlig. Tris sieht aus wie ein verzweifelt unsicherer junger Mann – sensibel und auf seine harte Fassade bedacht. Sehr attraktiv, dabei aber unberechenbar.

Genau wie Jim Stark, der junge Rebell aus dem Film "Denn sie wissen nicht was sie tun" ("Rebel without a cause", 1955), der wirklich zur Ikone wurde und zum Porträt einer ganzen Generation.

James Dean Barbie

Porträt-Puppe James Dean

James Deans letzter Film war "Giganten", eine Mammutproduktion aus dem Jahr 1956. Die weibliche Hauptrolle spielte Elizabeth Taylor. Und diese Schöne war schon mehr als einmal Vorbild für eine Portrait-Barbie. Es gibt sie als Cleopatra, ebenso gewandet wie die Königin im berühmten Film und in einigen anderen Variationen.

Hierher kam sie als Special Edition im fliederfarbenen Abendkleid und lockiger Kurzhaarfrisur. Sie sieht unglaublich ähnlich aus, hat aber die Augenfarbe, die zur Robe passt. Dazu trägt sie einen "Diamantanhänger", passende Ohrstecker und einen Fingerring.

Barbie Elizabeth Taylor

Portrait Doll Elizabeth Taylor

Ihr Name hier ist Amy, eine Ableitung von "Amethyst", was sich auf die Farbe ihrer Augen und ihrer Robe bezieht. Sie ist nicht der Typ für Jeans, sondern zieht eindeutig den femininen Stil vor. Kostüme, Abendkleider, Stoffhosen und Blusen sind ihre bevorzugten Stücke. Sie trägt nicht einmal Miniröcke, sondern hält sehr auf elegante Garderobe.

Sie ist eine Diva, aber wer so aussieht, kann sich das durchaus leisten. Elizabeth Taylor war wirklich eine der letzten großen Diven, aber sie war einmalig. Schön, talentiert und sehr intelligent war sie eine Art Gegensatz zu den ultraweiblichen Stars der alten Glamourfilme. Das Charakterfach war ihre Stärke und begründete ihren Ruhm.

Es geschah nicht oft in Hollywood, dass ein Kinderstar seine Karriere als Erwachsener fortsetzen konnte. Die wenigen Ausnahmen kennt jeder – mir fallen auf Anhieb nur Mickey Rooney und Judy Garland ein.

Wie auch immer, die Liz Taylor Barbie ist wundervoll und gehört zur Vitrinenprominenz. Eingebildet ist sie allerdings nicht. Obwohl sie schon Grund dafür haben könnte.

Liz Taylor Portrait Doll Barbie

Liz Taylor Porträt Barbie